Freitag, 23. November 2012

It's ok.

Ich denke mir: es ist nur ein Lebkuchen, es ist ok. Dann werden es zwei und drei und vier und ich höre auf zu zählen. Mein Bauch fängt langsam an sich zu wölben, ich esse weiter. Joghurt mit Streuseln, Kekse, Schokolade. Ich habe das Gefühl zu platzen. Meine Beine tragen mich ins Bad, ich sacke in mir zusammen, Falle auf meine Knie. Schiebe mir meine Zahnbürste bis zum Anschlag in den Hals, wieder und wieder. Ich sehe alles was ich vorher zu mir genommen habe wieder, und Schwarze Tropfen von meiner verlaufenen Schminke. Dann breche ich in mir zusammen.
Gefühlte Stunden später raffe ich mich auf, mein ganze Körper zittert. In meinem Spiegelbild erkenne ich mich selbst nicht wieder. Rote aufgequollene Augen, Schwarze verlaufene Linien bis zum Hals. Ich muss mich an die Wand lehnen. Mir geht so viel durch den Kopf. Fühle mich leer, fühlt sich gut an. Bin ich krank? Vielleicht. Brauche ich Hilfe? Ja. Will ich es? Nein.
Wie wird es weiter gehen? Keine Ahnung. Ich weiß nicht was da in mir vorgeht, alles was ich spüre ist dieser Schmerz. Ich fühle mich allein. Allein in dieser kranken Welt in meinem Kopf.
Aber es ist okay.