Mittwoch, 28. Oktober 2015

Changes

Stunden vergehen, Wochen, Jahre ziehen an mir vorbei. 
Einzelne Momente ziehen sich in die Länge wie Kaugummi, aber ich habe das Gefühl mit jedem Lebensjahr vergeht die Zeit die mir noch bleibt immer schneller.

Zeit die bleibt. Für was?
Fressen, Kotzen.
Abnehmen, Zunehmen.
Drogenrausch, Entzug.
Selbstverletzung, Therapie.
Liebe, Hass.
Glück, Leere.

Ziele stecken, aufgeben.

23 Jahre lang, oder 281 Monate, oder 102597 Tage. 
Lange Zeit. 
Realisiert? Manchmal. Genutzt? Selten bis nie.

ZEIT das sich etwas ändert, dachte ich mir so oft schon. So oft schon To-Do Listen geschrieben, so oft schon Ziele gesteckt, so oft versucht etwas zu ändern. Und noch viel öfter einfach alles hingeschmissen und aufgegeben.
Verleiten lassen von süßen Versuchungen, anderen Menschen, Ausnahmen gemacht. 
Ausnahmen wurden zur Regel, und der perfekte Plan über den Haufen geworfen, weil irgendetwas dazwischen kam, oder irgendwer. 
Irgendwas oder irgendjemand ist immer da, auf den man die Schuld schieben kann, es ist ja dazwischen gekommen, hat den PLAN durchkreuzt. 

Aber Moment mal.. Bin nicht ich diejenige..
... die die Pille genommen hat, die mir angeboten wurde?
... die die Line vor sich auf dem Tisch gezogen hat? 
... die wahllos alles in ihren Mund gestopft hat, obwohl der Magen schon randvoll war?
... die sich danach den Finger in Hals gesteckt hat, weil sie es bereute?
... die die Klinge über den Arm hat gleiten lassen, nur um Schmerz zu fühlen und nicht das Problem zu sehen?
... die Geld ausgegeben hat, welches sie nicht hatte nur um für einen Moment glücklich zu sein?
... die handelte, ohne über die Folgen nachzudenken; das Problem bekämpfte und nicht die Ursache?

ICH bin für mich selbst verantwortlich, für mein Leben und das was ich daraus mache. 

Man kann sich tausend Ziele stecken und Pläne schreiben, aber ob wir diese erreichen und uns daran halten hängt einzig und allein von uns selbst ab. Wenn wir nicht in unserm Innern den Schalter umlegen und erkennen das einzig und allein wir selbst der Weg zum Ziel sind, dann sind wir verloren.
Denn immer wieder werden Steine den Weg kreuzen, ganze umgefallene Baumstämme oder manchmal ist sogar die einzige Brücke über dem reißenden Strom eingebrochen.
Dann liegt es daran, den Weg zu ändern und nicht das Ziel, und manchmal muss eben ein komplett neuer Weg eingeschlagen werden, es wird Verluste geben die so groß sein können, das an dem gesamten Vorhaben gezweifelt wird.
Menschen die wir lieben werden gehen, man wird alleine sein, aber es wird sich immer eine neue Tür öffnen, solange wir die Kraft haben die Hand nach der Klinke auszustrecken. 

Deswegen überlege dir gut, was du erreichen willst in deinem Leben, welche Menschen daran teilhaben sollen, und mache dir vor allem bewusst, dass DU entscheidest und Verantwortung trägst.

Denn wenn du das weißt, ist es egal, wer oder was deinen Weg kreuzt; und wenn es ein ganzes Heer ist das versucht dich von deinem Vorhaben abzuhalten.

Sie werden scheitern, denn du bist das Ziel deiner Reise, und nicht der Weg dorthin.



,,Glück hängt von uns selber ab. Vielleicht geht es nicht um das Happy End, vielleicht geht es um die Geschichte davor.“





Dienstag, 4. August 2015

#handson

Ich muss schon grinsen, als ich die Blogger App an meinem IPhone öffne.
Als ob sich noch jemand hierfür interessiert. 
Aber okay, drei Jahre ist es nun her, seit ich angefangen habe meine Wirren Gedanken hier aufzuschreiben. Damals mit dem Wunsch abzunehmen, motiviert, abgestürzt in die Tiefen Abgründe unserer Gesellschaft über die sich niemand zu reden traut.

Heuchler, alles Heuchler.

Mit ist egal wer das hier liest, oder was andere über mich denken. Mittlerweile ist mir alles egal. Naja, nicht ganz. Zumindest tue ich manchmal so.

Bin ganze 23 Tage clean, ist das nicht ein toller Erfolg? 
Keine Chemie mehr, kein Tropfen Alkohol ( außer 2 kleine Ausnahmen), noch niemals die erlaubten Pillen, nur noch grüne Wiese.

An die Monate Mai und Juni kann ich mich kaum erinnern. Ich weiß ungefähr wann ich wo war, mit wem, Falls ich die Menschen kannte, aber erkenne keine Zusammenhänge mehr. 

Kontaktabbruch zu meiner Mom.

Dieser Blick in den Spiegel wenn du dich selbst nicht mehr erkennst..


Irgendwie freue ich mich schon auf den Tag an dem ich alles über den Haufen werfen werde und in Selbstmitleid zerfließend den letzten Schnee einatme und anderen Menschen die Schuld gebe an meinem Versagen. 
Wenn nicht ich wer dann? Sie werden es eh niemals verstehen.

Irgendwo mit muss sich dieses Loch doch stopfen lassen. Ich habe alles probiert, beinahe mich selbst vergessen und alles dafür getan das es besser wird.
Gute Dinge. Mehr Schlechte Dinge.

Aber am Ende bin ich immer alleine, mit dem unendlich großen Frust nicht vor mir selbst weglaufen zu können.

Ich fühle mich so verdammt alleine. 

Tränen laufen meine Wangen herunter, so unendlich viele. Das Glas rutscht aus meiner Hand und zerbricht auf dem Boden.
Ich selbst bin schon lange zerbrochen, zerbrochen an dem Kampf mit mir selbst.




Wo bist Du wenn ich Dich brauche?

Montag, 1. Juni 2015

Throwback

Ob ich wohl noch lebe ..
Wie es mir geht ..
Was alles passiert ist ..

Auf diese Fragen habe ich wohl selbst keine Antwort. Ich lebe noch ja, aber eigentlich ist es nur meine äußere Hülle, die ihre Funktion erfüllt. Meine Seele, sofern es sie gibt, ist irgendwo anders, keine Ahnung wo. 
Mir fehlen Worte, Taten, Erinnerungen.. Ich weiß einfach gar nicht mehr. Leere.. Unendliche Leere in mir, ich weiß nicht wie ich dort wieder hinaus finden soll..
Ich esse, kotze, nehme zu, nehme ab, konsumiere, bin clean, werde rückfällig. 
Es ist immer derselbe Teufelskreis, und mittlerweile habe ich selbst den Antrieb verloren weiter machen ZU WOLLEN.

Ich scheiss drauf ist schon okay..
Irgendwo werdet ihr mich finden,
Irgendwo zwischen keine Kraft mehr zum weitermachen und kein Mut um zu gehen. 

Peace ✌️