Einzelne Momente ziehen sich in die Länge wie Kaugummi, aber ich habe das Gefühl mit jedem Lebensjahr vergeht die Zeit die mir noch bleibt immer schneller.
Zeit die bleibt. Für was?
Fressen, Kotzen.
Abnehmen, Zunehmen.
Drogenrausch, Entzug.
Selbstverletzung, Therapie.
Liebe, Hass.
Glück, Leere.
Ziele stecken, aufgeben.
23 Jahre lang, oder 281 Monate, oder 102597 Tage.
Lange Zeit.
Realisiert? Manchmal. Genutzt? Selten bis nie.
ZEIT das sich etwas ändert, dachte ich mir so oft schon. So oft schon To-Do Listen geschrieben, so oft schon Ziele gesteckt, so oft versucht etwas zu ändern. Und noch viel öfter einfach alles hingeschmissen und aufgegeben.
Verleiten lassen von süßen Versuchungen, anderen Menschen, Ausnahmen gemacht.
Ausnahmen wurden zur Regel, und der perfekte Plan über den Haufen geworfen, weil irgendetwas dazwischen kam, oder irgendwer.
Irgendwas oder irgendjemand ist immer da, auf den man die Schuld schieben kann, es ist ja dazwischen gekommen, hat den PLAN durchkreuzt.
Aber Moment mal.. Bin nicht ich diejenige..
... die die Pille genommen hat, die mir angeboten wurde?
... die die Line vor sich auf dem Tisch gezogen hat?
... die wahllos alles in ihren Mund gestopft hat, obwohl der Magen schon randvoll war?
... die sich danach den Finger in Hals gesteckt hat, weil sie es bereute?
... die die Klinge über den Arm hat gleiten lassen, nur um Schmerz zu fühlen und nicht das Problem zu sehen?
... die Geld ausgegeben hat, welches sie nicht hatte nur um für einen Moment glücklich zu sein?
... die handelte, ohne über die Folgen nachzudenken; das Problem bekämpfte und nicht die Ursache?
ICH bin für mich selbst verantwortlich, für mein Leben und das was ich daraus mache.
Man kann sich tausend Ziele stecken und Pläne schreiben, aber ob wir diese erreichen und uns daran halten hängt einzig und allein von uns selbst ab. Wenn wir nicht in unserm Innern den Schalter umlegen und erkennen das einzig und allein wir selbst der Weg zum Ziel sind, dann sind wir verloren.
Denn immer wieder werden Steine den Weg kreuzen, ganze umgefallene Baumstämme oder manchmal ist sogar die einzige Brücke über dem reißenden Strom eingebrochen.
Dann liegt es daran, den Weg zu ändern und nicht das Ziel, und manchmal muss eben ein komplett neuer Weg eingeschlagen werden, es wird Verluste geben die so groß sein können, das an dem gesamten Vorhaben gezweifelt wird.
Menschen die wir lieben werden gehen, man wird alleine sein, aber es wird sich immer eine neue Tür öffnen, solange wir die Kraft haben die Hand nach der Klinke auszustrecken.
Deswegen überlege dir gut, was du erreichen willst in deinem Leben, welche Menschen daran teilhaben sollen, und mache dir vor allem bewusst, dass DU entscheidest und Verantwortung trägst.
Denn wenn du das weißt, ist es egal, wer oder was deinen Weg kreuzt; und wenn es ein ganzes Heer ist das versucht dich von deinem Vorhaben abzuhalten.
Sie werden scheitern, denn du bist das Ziel deiner Reise, und nicht der Weg dorthin.
,,Glück hängt von uns selber ab. Vielleicht geht es nicht um das Happy End, vielleicht geht es um die Geschichte davor.“
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