In der Tat, so dachte ich
an diesem Mittwoch, war ich auf meinem Weg ein kleines Stückchen
voran geschritten, voran auf dem Weg meine Gefühle
wieder zu finden zurück ins Licht. Aus der Leere hinaus.
Aber
wie immer
in meinem Leben können ein paar winzig kleine Worte so großes
Bewirken. Und ich schwöre, ich habe diesmal wirklich nicht daran
gedacht, dass es ja wieder
einmal
so kommen musste. Ja, man könnte sagen recht positiven Gemüts und
Wohlwollen. Und das aus meinem Munde.
Gestern Visite.
Entlassung. 30.01. Verfickte Scheisse.
Seitdem
-Kopfgeballer- wie mein Mitpatient neben mir gerade sagt, ich muss
echt lachen. Denke dieses Wort sagt alles. Auf der (etwas zu
zwanghaften) Suche nach meinen Gefühlen war ich zumindest an diesem
diesem Mittwoch gefühlt so viel weiter gekommen, aber seit dieser
scheiss
Nachricht weiß ich gar nicht mehr wo oben unten ist. DURCH den Wind,
ganz ohne Stoff. Dabei hat es sich echt gut angefühlt
wieder
mal klar zu kommen.
Ich
versuche diese Knoten in meinem Kopf zu ordnen; nein, nicht zu ordnen
was meiner subjektiven Meinung nach derzeit sowieso völlig unmöglich
ist, sondern sie zumindest einfach mal zu beschreiben. Alles was
dabei raus kommt, sind einzelne Randnotizen von zu erledigenden
Dingen oder anstehenden Ereignissen. Irgendwo zwischen Gulasch aus
zwei Zahlen: Dreißig
und
eins.
Drei
Ziffern, noch siebzehn Nächte bis dahin, achtzehn Tage.
In
Momenten wie diesen zweifle ich an meiner geistigen
Zurechnungsfähigkeit; welche ich übrigens die letzten zwei Tage
sehr oft in Frage stelle und deswegen noch öfter grundlos in
Gelächter ausbreche oder über Dinge lache die ich normalerweise
nicht besonders witzig finde. Denke mal ist nicht weiter auffällig,
da ich die Tage vorher bereits öfters gelacht habe und eigentlich …
ja, eigentlich ist es mir sogar ziemlich egal. Wir sind doch eh alle
gestört.
Welch
Ironie, dieses Verhalten habe ich bei mir bereits des öfteren
beobachtet – komme ich an den Rand der Verzweiflung sehe ich alles
auf eine sehr Ironische Art und Weise und wenn ich mir so diesen
Buchstabensalat hier angucke muss ich wieder meinen Mund zu einem
dummen Grinsen verziehen.
Bin
ich eigentlich geistig behindert oder in irgendeiner Art und Weise
zurechnungsfähig?
Zwei
Zahlen können doch jetzt nicht wirklich so eine Auswirkung haben.
Die Gruppentherapie mit Psychologen heute passte wie die Faust auf´s
Auge zu diesem Thema.
Wie
erkenne ich aktuelle Gefühle, beschreibe sie und schätze sie ein.
Gefühle.
Yo.
Leere
in meinem Kopf wenn ich daran denke. Ich versuche mal diesen tollen
Arbeitszettel durchzugehen anhand meiner Gegenwärtigen Situation der
absoluten HILFSLOSIGKEIT.
Okay,
zurück zum Arbeitsblatt. Meine
Gedanken schweifen ab zu allem was sich in diesem Raum bewegt oder
laute von sich gibt.
Wie
ist meine aktuelle Anspannung oder Stärke des Gefühls?
Anspannung?
Keine Ahnung, denke so bei dreißig wie immer. Das ist übrigens
bereits unangenehm für mich, aber noch erträglich. Gefühl? Ja
welches scheiss
Gefühl denn? Ich weiss nicht wohin mit mir und in meinem Kopf ist
Gulasch gepaart mit fremden Gulasch aus den Mündern von anderen
Menschen oder Geräusche.
Ist
das vielleicht das Gefühl
der HILFSLOSIGKEIT? Hilfelos. Wie bin ich? -hilfelos. Adjektiv, WIE
Wörter beschreiben Gefühle, hab ich in der Schule gelernt.
Okay,
ich bin also hilflos.
Tolles
Gefühl,
denke ich mir. Wann
ist man Arzt und wann Doktor ist gerade in der Diskussion. Der
Pfleger weiss Rede und Antwort. Konzentration jetzt. Kortunuance oder
wie auch immer es geschrieben wert.
Meine
hilfslosigkeit
liegt ungefähr bei 90, bei 100 würde ich vermutlich nur noch Löcher
in die Luft starren, immerhin bin ich noch in der Lage den Laptop zu
bedienen und gewillt dieses Arbeitsblatt aufzufüllen.
Nächster
Punkt:
//
Tja,
nächsten Punkt gab es nicht mehr, dann hatte ich das Einzel mit
meinem Therapeuten. Danach war der Gulasch weg und mir ging es
besser, zumindest ne zeitlang bis erneute Spannung und Tränen
folgten.
Jetzt
sitze ich bei meinen zwei Spaßvögeln und bin relativ beruhigt und
freue mich einfach nur diese Menschen an meiner Seite zu haben.
Ein
bisschen aufgeregt bin ich immer noch deeeenn gleich geht es in
meinen Lieblingsschuppen n bisschen Technö feiern. Ich freue
mich
und fühle mich Dank meiner Begleitung sogar relativ ruhig
und sicher.
Danke <3
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