Es ist kurz vor zwölf, ich liege im Bett, der schwarze Ritter im Wohnzimmer, eigentlich bin ich hundemüde und mir fallen fast die Augen zu, bin erschöpft vom Fressen und Kotzen.
Und insgesamt vom Leben. Fühle mich träge..sowas von kein Bock mehr. Dabei rede ich mir jeden Tag ein, dass es mir gut geht. Sage, dass es mir gut geht. So oft, dass ich es sogar schon fühle.
Grandios, nicht wahr? Wie wundervoll man sich mit Auto-Suggestion selbst verarschen kann, irgendwas musste ich ja nach fünf (habe mich letztes mal verzählt, mit dem Tagesaufenthalt sind es sechs, heilige sch..) Zauberberg Aufenthalten musste ich ja irgendwas gelernt haben.
JA, ich meine die KLAPSMÜHLE.
Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben:
Ich bin mittlerweile..fuck..mir fällt gerade auf wie alt ich bin..naja, zu alt; Physiotherapeutin, wie oben geklärt habe ich es trotz den sechs Psychiatrie Aufenthalten (oder vllt. auch gerade deswegen, haha) und diverser psychiatrischen Diagnosen, inclusive Persönlichkeitsstörung, Sucht und nicht zu vergessen dieser wundervollen Essstörung, dank der dieser Blog überhaupt schon sechs Jahre (fuck no. 3) existiert. Um nur ein paar zu nennen.
//Bullshit Ende.
Keine Ahnung, wie ich diese Gefühle beschreiben soll, die sich da gerade in mir regen. Gefühle, iiiieh. Naja..irgendwie lässt es mich schon innehalten, wenn ich sehe, dass ich nun schon ziemlich genau SECHS Jahre mal mehr und viel weniger diesen Blog hier mit meinen Gedanken fülle, meinem Struggle und Problemen. Wenn es mir gut geht, schreibe ich weniger. Irgendwie auch logisch, oder?
Wer will schon von perfekten Menschen lesen, bei denen es läuft und die alles haben was sie wollen. Jeder zerreisst sich doch viel lieber sein schäbiges Maul über das Leid anderer, damit das eigene nicht mehr so übel erscheint.
Dann seid ihr hier genau richtig. Wenn ihr jemals denkt, ihr habt grad n beschissenen Tag, lasst euch gesagt sein:
Nach dem ersten Gespräch mit meinem Psychologen sagte dieser zu mir:
"Oh..naja, Frau xx, da haben sie aber ganz schön tief ins Klo gegriffen."
Jup, danke. Mittlerweile geht's mir übrigens besser als zu diesem Zeitpunkt vor eineinhalb Jahren, also wie bereits gesagt rede ich mir das zumindest ein.
Aber der besagte Psychologe, ich nenne ihn nachfolgend der Einfachheit halber Herr F., ist während der letzten Sitzungen gemeinsam mit mir zu dem Entschluss gekommen, dass tief in mir drin irgendwas sein muss, wieso ich es nicht im Hier und Jetzt aushalte und diesen Zustand gekonnt verdränge durch: (gesunde Alternative) 50h Arbeit die Woche und ellenlange ToDo Listen oooooder (tada, ungesunde Alternative) Fressen und Kotzen Ess-Brech-Anfälle, Medikamenten Missbrauch Konsum jeglicher Substanzen, aber keine Amphetamine mehr, wie sich das nach einer Entgiftung so gehört //Ironie Ende//, Hochrisikoverhalten (=ich bringe mich in eine gefährliche Situation, um mich wieder lebendig zu fühlen, ja ich erwähnte bereits meine multiplen Störungen) oder zum Glück Dank meines Berufes weniger werdendes SVV.
Womit ich zu der Quintessenz des heutigen, nicht sehr tiefgründigen und geistreichen Eintrages komme:
Irgendwo vor laufe ich weg & komme dieser beschissenen Sache aber nicht auf den Grund. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, mal wieder mehr Selbst-Reflektion zu betreiben und hoffe, mich an meine guten Vorsätze (haha ) zu halten.
In diesem Sinne..ich hoffe ihr da draußen schlaft jz besser als ich.
Nicht alleine und doch allein mit dem Menschen unter einem Dach, von dem ihr dachtet er würde euer Leben verändern und die Sterne vom Himmel holen.
Oder eben euch in den Himmel zurück schicken.. auf Raten.
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